Geschichte des Meibukan

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Meibukan ist eine Linie innerhalb des Gōjū-Ryū-Karate, gegründet von Dai Sensei Meitoku Yagi (1912–2003), einem direkten Schüler von Chōjun Miyagi. Yagi begann 1926 im Alter von 14 Jahren unter Miyagi zu trainieren und wurde 1963 von der Familie Miyagi als dessen Nachfolger designiert, indem er Miyagis Do-Gi (Uniform) und Obi erhielt; nach IMGKA erhielt er dabei auch den Menkyo Kaiden (免許皆伝), die Urkunde der vollständigen Überlieferung. (Hinweis: Die IMGKA-Biografie nennt als Trainingsbeginn April 1927, die IMGKA-Seite zur Nachfolge 1926 im Alter von 14 Jahren.) Der Name „Meibukan“ bedeutet „Haus des Kriegers mit dem reinen Geist“ und wurde gewählt, als Yagi 1952 sein eigenes Dōjō in Naha, Okinawa, eröffnete. Meibukan behält die traditionellen Kata von Gōjū-Ryū bei, einschließlich der 12 Kata, die Miyagi lehrte, und fügt Yagis Innovationen hinzu, wie die fünf Meibuken-Kata. Nach Yagis Tod übernahm sein Sohn Meitatsu Yagi als 2. Sōke die Leitung.

Akihito Yagi (geb. 1977), Sohn von Meitatsu Yagi, ist seit dem 25.07.2026 der dritte Sōke des Meibukan Gōjū-Ryū, Hanshi 10. Dan und Präsident der IMGKA.

Die International Meibukan Goju-ryu Karate-do Association (IMGKA) wurde gegründet, um den Stil global zu verbreiten, mit Dōjōs in Japan, den USA, Europa und anderswo. Meibukan betont Authentizität, Disziplin und die philosophischen Aspekte von Karate, einschließlich Hojo Undō (Zusatztraining mit Werkzeugen) und Kake-Te (Push-Hands-Übungen). Es bleibt eng an den okinawanischen Wurzeln gebunden und lehrt eine harmonische Integration von Körper, Geist und Seele.

Das Meibukan-Wappen

Ein Zeichen trägt die ganze Schule: 明 (mei). Es steht im Namen Meibukan, im Wappen (Mon) – und in den Vornamen der Männer der Familie Yagi: Meitoku, Meitatsu, Akihito. Bei Akihito steht 明 mit der Lesung aki – dasselbe Zeichen, anders gesprochen. Nach der Erklärung der IMGKA verdichtet das Wappen fünf Gedanken in diesem einen Zeichen.

  • Klarer Charakter. Mei bedeutet „hell, klar“. Gemeint ist die Haltung des Karateka: rein, klaren Geistes, mit gutem Herzen. Erst der Mensch, dann die Technik.
  • Sonne und Mond – In und Yō. 明 setzt sich aus 日 (hi, Sonne) und 月 (tsuki, Mond) zusammen. Zwei Pole, ein Zeichen – wie hart und weich im Namen Gōjū-Ryū. Die ganze Schule kreist um solche Gegensätze in der Natur.
  • A und Un – Atem. A steht für das Ausatmen, offen, dem Mond zugeordnet; Un für das Einatmen, geschlossen, der Sonne zugeordnet („Die Sonne schließt, der Mond öffnet“). Wieder ein Paar, das sich ergänzt (siehe Atmung – Ibuki und Nogare).
  • Hart und weich. Die Sonne ist breit und beständig, der Mond schmal und wandelbar. So sieht das Wappen Gō (剛, hart) und Jū (柔, weich) des Gōjū-Ryū.
  • Ein Stoß – Ichigeki Hissatsu. Sonne und Mond nebeneinander gelesen: hi to tsuki – klanglich nah an hitotsuki, „ein Stoß“. Daraus folgt die Forderung: Jede Technik im Dōjō mit vollem Einsatz, körperlich und geistig, als könnte sie die letzte sein. Ichigeki hissatsu (一撃必殺) heißt wörtlich „ein Schlag, sicherer Tod“.

Zu Namen und Sinnsprüchen der Schule siehe auch Meibukan-Philosophie. Das Wappen selbst zeigt die IMGKA auf ihrer Seite.

Quelle: IMGKA: Meibukan Crest (sinngemäß zusammengefasst und übersetzt).

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