Der Weg zum Meibukan
Tobias hat in 20 Jahren so ziemlich alles ausprobiert, was nach Kampfkunst aussieht: Boxen, Kickboxen, Aikido, Judo, Taekwondo und mittelalterlichen Schwertkampf. 2019 kam er zum Karate – zuerst zum Shōrin-Ryū Seibukan, weil es in Leipzig schlicht keine Alternative gab. Gōjū-Ryū brachte er sich nebenher im Selbststudium bei, mit YouTube als geduldigem Lehrer.
Seit 2022 wird er zudem von Dai Sifu Nam Hoai Duong (vietnamesisch Dương Hoài Nam) unterrichtet, einem vietnamesischen Großmeister des nördlichen Shaolin Kung Fu. Quellen: Shaolin Kung-Fu Schule Leipzig – Über uns; 1. Chemnitzer Kung Fu Verein Meister Nam.
2023 ging es zum ersten Mal nach Okinawa – und er landete direkt im Meibukan. Seitdem trainiert er täglich Meibukan. Dass er der erste offizielle internationale Schüler von Akihito Yagi wurde, lag weniger an Talent als am Mangel an Meibukan in Deutschland und an seiner sturen Art, einfach jedes Jahr wieder hinzufahren. Dazu kamen Lehrgänge in Tschechien und Portugal.
In Okinawa trainierte er außerdem je einen Monat unter Zenpo Shimabukuro und James Pankiewicz und regelmäßig mit Dan Antonsen. Nach den Reisen 2023, 2024 und 2025 startet die vierte im November 2026 – unter anderem zur Vorbereitung auf seine Prüfung zum 1. Dan unter Akihito Yagi Sensei. Offiziell trägt er derzeit den 2. Kyu.
Ausblick
Wenn alles gut geht, folgen 2027 die offizielle Aufnahme ins Meibukan und die Gründung der German Meibukan Goju Ryu Association. Bis dahin – und danach erst recht – bleibt das Training, wie es ist: klein, intensiv und persönlich.